Warum wehren wir uns nicht?


Wenn das Wort „Gutmensch“ heute negativ besetzt ist, dann sollten wir diejenigen „Schlechtmenschen“ nennen, die das so herbeigeführt haben. Deshalb müssen wir aber die Gesellschaft nicht spalten. Die Schlechtmenschen sind in der Politik in der Unterzahl und verbreiten fleißig falsche Fakten. Diesen Betrug müssen wir täglich aufdecken. Es geht um effektive Aufklärung. Und deshalb schreibe ich diesen Meinungsbeitrag.

A. Baerbock(Die Grünen) hatte es im TV deutlich gesagt: „Am Grenzübergang Passau fragen lediglich 5 Personen täglich nach Asyl!“ Und an nur drei Grenzübergängen werden ggw. die Kontrollen durchgeführt. Angesichts einer solch niedrigen Zahl von Zuwanderern muss man sich doch fragen, ob hier vielleicht andere Beweggründe sind, die die CSU(mit dem C im Namen!) veranlassen, ein solches Buhei zu machen. Und die Anzahl der Flüchtlinge, die bereits schon einmal abgelehnt wurden, ist noch wesentlich geringer(ein Vertreter von UNHCR). Was soll also dieser ganze unnötige Streit in der Union? Den Parteien mit dem C im Namen möchte ich manchmal spontan eine Packung Ascorbinsäure schicken, damit sie die ursprüngliche Bedeutung des Buchstabens wieder auffrischen können.

Da sehe ich einen Beitrag im TV, der über die Machenschaften von „Schleppern“ berichtet, die junge Fußballer aus fernen Ländern zu uns anlocken. Für Geld natürlich. Sich aber nach dem Ankommen nicht mehr um diese kümmern. Wenn das nicht kriminell ist, verstehe ich den Ruf nach Recht und Ordnung vielleicht falsch. Hier sollte der Innenminister aufräumen. Ebenso bei den vielen Anwaltskonzernen, die die Abmahnabzocke gegen die kleinen Leute im professionellen Stil praktizieren. Es gäbe wahrlich viel zu tun für Herrn Seehofer! Aber macht er da was? Er hat doch beim Amtsantritt geschworen, alles für unser Volk zu tun, um Schaden abzuwenden!
Braucht er vielleicht eine neue Brille?

Wozu führt denn in letzter Konsequenz die nationale Abschottung? Doch sicherlich nicht zu einem Wohlstandsstaat, in dem man gerne lebt. Aber vermutlich zur Herrschaft einer Klasse, die auf Kosten der Mehrheit Sicherheit und Ordnung verspricht, jedoch alle Privilegen für sich geltend macht. Bisher nannte man solche Systeme Diktaturen! Doch leider verschließen heute viele Mitbürger lieber die Augen vor fatalen Entwicklungen und können das ganze Angstgeschrei nicht mehr hören. Schade, denn gerade jetzt wäre Wachsamkeit angesagt. Die Gefahren lauern im Verdeckten. Das Erwachen kommt dann wie immer zu spät.

Als freiwilliger Betreuer einer Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan setze ich mich nachhaltig für eine Integration der Menschen ein. Sie lebten länger als ein Jahr zu Dritt auf 12 qm! Jetzt haben sie endlich eine Wohnung. Die Tochter geht noch zur Schule. Dem Sohn hatte ich eine Lehre vermitteln wollen. Der Versuch scheiterte daran, dass der junge Chef über die Religion der Zuwanderer spottete. Und wie kann ich einem neuen Chef eine Garantie geben, dass die Familie in absehbarer Zeit nicht abgeschoben wird? Wie soll ein Unetrnehmer meinen Worten trauen, wenn ich den jungen Mann vorstelle und nach einer Ausbildung für ihn frage, ihm seine Bedenken auszureden versuche? Was sind das für widersprüchliche Regelungen und Gesetze? Und wenn ich dann den sauber gescheitelten Staatssekretär höre, der von einer Absicht spricht, bei den Flüchtlingen keine positiven Bleibeperspektiven zu versprechen, damit verhindert wird, dass eine unübersichtliche Flut von Menschen sich in unserem Sozialsystem breit macht, dann verstehe ich nicht, wie man solche Bedenken ernsthaft haben kann. Spricht hier nicht eine ganz andere Fehlhaltung Sätze, an die sich leider auch meine Eltern hielten? Fremdenfeindlichkeit und Ablehnung von Flüchtlingen hatte ich schon in meiner Jugend erlebt. Damals kamen sie vom Osten Europas, heute von noch weiter her. Aber geht es bei solchen Konflikten nicht immer nur dann gut aus, wenn man einen Kompromiss findet und nicht die schroffe Ausgrenzung anstrebt? Ich sehe jedenfalls in der Armutszuwanderung keine bedrohliche Gefahr der Überforderung oder des Zerfalls der Gesellschaft. Da sind mir die Saubermänner, die ein ganzes Volk von Autofahrern betrügen, viel schlimmer in der Auswirkung. Hier werden Moral und Anstand mit Füßen getreten. Und die Würde des Menschen wird von einem Herrn Trump gerade vor aller Welt unnachahmlich „angetastet“, ja, in übelster Weise grausam missachtet.

Europa scheitert an den Egoisten, an den fremdenfeindlichen Nationalisten. Der Trumpismus, der Orbanismus usw. beschert uns keine sichere Zukunft. Und dass jetzt noch ein Scharfmacher in Kolumbien die Zustimmung des Volkes gewonnen hat, ist ernüchternd. Hier wird der Krieg wieder weiter geführt, zum Wohle bestimmter Gruppen, die daran bisher gut verdient hatten. Sind wir denn alle blind?

Wenn ich meinen Schülern die Größenverhältnisse von Sonne und Erde darstelle, male ich einen Kreis mit dem Durchmesser eines Medizinballes. Der fünf Millimter große Punkt stellt im Vergleich unseren Planeten dar. Und darauf tummeln sich sieben Milliarden Menschen und bekriegen sich. „Kann man die sehen?“ fragt ein Junge. „Ja, vielleicht nur mit einem Elektronenmikroskop“ antworte ich dann. „Und warum streiten die sich?“ fragt ein anderer. „Weil es zu eng ist“ antwortet wieder jemand, der diese Wahrheit ausspricht.

Wo bleibt die Vernunft? Wird die Evolution des Menschen enden, weil er keine Vernunft hatte? Weil er seinen Verstand nicht gegen seine Fressgier einsetzte? Ein wahrlich ärmliches Zeugnis von unfähigen Bewohnern des blauen Planeten. Ein gescheiterter Versuch des intelligenten Lebens nur für eine kuze Zeit der Erdgeschichte? Brauchen wir wirklich mehrere Anläufe für eine stabile Besiedlung?
Oder gibt es eine Wahrheit, die uns helfen könnte?

Ja, es gibt sie: Die Nächstenliebe muss in die Herzen und Köpfe! So bald wie möglich. Und den Schlechtmenschen sage ich, dass sie nachdenken sollten. Mehr geht leider nicht aus meiner bescheidenen Position heraus. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Gleichgesinnte.
berndg42; im Juni 2018

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Meinungsfreiheit?


Die rechte Hetze in den Kommentaren bei SPON(Spiegel Online) ist unerträglich. Da ist von 78 Milliarden Kosten die Rede, die die Kanzlerin zu verantworten hat, weil sie die Zuwanderer 2015 ins Land ließ. Ich habe mal nachgerechnet:

Wenn jeder Sozialhilfeempfänger, der eine Duldung hat, mit durchschnittlich 350 € versorgt wird, und wenn man dann noch anteilig die Aufwendungen für Wohnung, Bamf und Sozialverwaltung hinzunimmt, dann „belasten“ uns eine Million Flüchtlinge mit monatlich 1 Milliarde Euro. Rechnet man großzügig, dann sind das 13 Milliarden im Jahr. Mehr nicht! Dem gegenüber steht ein Bruttostaatseinkommen von fast 3 Billionen/Jahr! Man denke mal nach, wo das Geld sinnlos in der Bundeswehr verausgabt wird. Und dabei wird bei allem Beklagen über diese „Geldverschwendnung“ wegen der Flüchtlinge außer Acht gelassen, dass wir dringend junge Menschen brauchen. Und wenn man freizügig zulassen würde, dass sie einen Job annehmen dürften, dann würden sie auch Steuern und Sozialabgaben zahlen. Punkt!

Sind hier nicht äußerst kurzsichtige Scharfmacher am Werk, wenn man den Leuten tagtäglich Angst und Furcht einredet ? Wer eigentlich will sich hier auf seinen breiten Arsch setzen und seine Ruhe haben wollen vor Armutsflüchtlingen? Es sind die hasserfüllten Wohlstandsegoisten, die uns ein „Überleben ohne Belästigung“ durch Fremde in den nächsten Jahren versprechen. Grenzen dicht und sonst nichts anfangen mit dem Rest der Welt. Meiner Meinung nach wirkt hier zwar eine psychologisch verständliche Gegenwehr, die sich gegen Neuerungen und Wandel wendet, ein Einigeln und den Kopf in den Sand stecken, eine Abwehrhaltung hinter den Zinnen und Mauern an den Grenzen, eine Kralgesellschaft, die langsam vor sich hinsiegt und deren Kultur absehbar verrohen wird, eine Gesellschaft, die zu schwach ist, sich an die Veränderungen auf dem Globus positiv anzupassen. Aber eine Mehrheit von Egoisten wird die Probleme unserer Zeit ganz sicher nicht lösen. Nur kurzzeitig würden die Populisten ihren zweifelhaften Erfolg feiern. Denn bald schon wird sie die Wirklichkeit einholen. Abgesehen davon, möchte ich mit solchen Zeitgenossen nicht zusammenleben. Meine Steuern sollen die nicht in die Hand nehmen, um Unmenschlichkeit zur Norm umzubilden. Die Fratzen der selbstherrlichen Nationalisten sind mir als Kriegskind immer noch gut in Erinnerung. Nur kleinbürgerliche Spießer erwarten von ihren Mitmenschen, dass diese ihre Überzeugungen ohne Widerspruch annehmen. Ich möchte mir aber keine Gartenzwerge in den Vorgarten stellen. Ich liebe die Freiheit des Gedankens und jubele nicht gern im Chor, wenn ein fragwürdiges Vorbild sich auf die Bühne des Gemeinwesens stellt. Ansonsten lasse ich mir nicht vorwerfen, zur Stärkung der Gemeinschaft nichts beizutragen. Ich tue viele Dinge ehrenamtlich und fast im Verborgenen. Und ich weiß, dass sehr viele Mitmenschen ähnlich denken und hilfsbereit sind. Allein diese Überzeugung gibt mir die Zuversicht, dass die lautstarken Schreihälse im öffentlichen Leben bald verstummen. Hoffentlich!
berndg42; im Juni 2018

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Die hasserfüllten Wohlstandsegoisten


Genau die haben uns im Spätkapitalismus noch gefehlt! Der Egoismus, der Kapitalismus, der Nationalismus, der Katholizismus, der Islamismus – alle diese Ismen haben nie etwas zum Weltfrieden oder einer gerechten Aufteilung der Güter beigetragen. Sie sind auch nicht im entferntesten geeignet, uns ein friedliches , demokratisches Zusammenleben zu garantieren. Sie sind schlicht die Ursache für Kriege und Elend.

Die Wohlstandsegoisten verteidigen ihren Besitz unter Berufung auf Recht und Ordnung. Denn nur mit der stets laut und heuchlerisch bekundeten Rechtfertigung, diese Ideale zu schützen, setzen sie die Organe des Staates ein: Die Polizei und die Justiz.

Sie beherrschen leidlich das unterwürfige Volk, sodass es nicht zu Protesten kommt, die ihren Anspruch gefährden könnten. Sobald der Wähler nicht in vorgedachten Bahnen denkt, verbreiten sie Ängste. Durch Angst entsteht Wut, durch Wut Krawalle. Letztere sind gewollt herbeigeführt, damit die Ordnungshüter begründet einschreiten können. „Haltet den Dieb!“, denn ihr wisst ja doch nicht, woher er kommt, ha ha. Sie betreiben dieses Spiel mit der Überzeugung, dass nur allein durch ihre Intelligenz dafür gesorgt ist, dass das System nicht kollabiert. Es wäre auch ein solches Geschehen zum Nachteil der Schwächeren. Und dadurch werden die Mittel zum Zweck geheiligt. Eine Moral, die keinen Widerspruch zulässt: Erst wir mit unserer unfehlbaren Überzeugung, dann die anderen!

Wie kann man eigentlich mit offenen Augen in so einer Umwelt glücklich sein? Das ist die unausgesprochene Frage, auf die auch niemand eine Antwort geben möchte:

Bloß nicht erkennen lassen, dass ich kritisch denke. Lieber den Kopf einziehen und den Mund halten!

Ist das die Haltung, mit der wir von einem in den anderen Tag stolpern? Gott gebe mir eine Haut, die so dick ist, dass ich das Unbehagen nicht spüre. Und blind möge ich sein, wenn mich die Hasserfüllten ansehen. Ihre Werbesprüche höre ich längst nicht mehr, denn meine Ohren haben einen Schlüssel gefunden, mit dem sie sich verschließen können:

Es ist die Liebe. Die Nächstenliebe, die uneigennützlich verschenkt wird. An meine Nachbarn, an den Menschen neben mir.

Und an Märchen glaube ich nicht mehr, seit ich die Fakten kenne. Es werden immer weniger, denen ich vertraue. Wenn selbst die amtlichen Zahlen der Statistik von den öffentlichen Vertretern der politischen Macht vorsätzlich nicht zur Kenntnis genommen werden, sind alle beteuerten Wahrheiten nichts als zielgerichtete Spekulationen auf die Wählerstimmen. Die Lüge wird zur Konvention. Das Rotschämen ist längst aus der Mode gekommen. Die Unschuld der Macher bleibt eine Legende aus der frühen Geschichte des Aufbruchs. Die offen zur Schau gestellte Unwahrheit als Stütze des Fortschritts. Wer möchte da den Finger mahnend erheben?
In diesem Teufelskreis der überall brodelnden Konflikte nehmen sich nur die dominaten Potentaten das Recht, über uns zu bestimmen. Sie sind sich des Erfolgs ihrer Machenschaften sicher. Denn wer will schon Zweifel äußern, wenn ihm das nichts als Ärger einbringt?

Und so hoffe ich, dass wir den Trumpismus und die Orbanisierung bald vergessen werden. Erst dann werde ich wieder diese „Medien ohne Verantwortung“ auf den Schirm schalten, wenn ich mich informieren möchte. Ich hoffe auf eine bessere Welt. Auch wenn mich die Unwissenden weiterhin wegen meiner Einfalt belächeln und bedauern:

Ich kann mich dem Mainstream des Hassens einfach nicht anschließen, Punkt!

berndg42; im Juni 2018

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Die Möchtegerndeutschen


Sie sind eine Minderheit(12%) in der politischen Willensbildung! Das sollte man nicht übersehen. Und den Krawall in der Medienlandschaft darf man niemals überbewerten. Denn jede Gegnerschaft wird ausgenutzt. Sie erzeugen stets ein lautstarkes Echo gegen abweichende Meinungen. Sie halten sich für die wahren Deutschen, die Garanten einer langen und ruhmreichen Geschichte, die wir bewundern sollen. Sie verschweigen aber, dass sie wegen der zwölf Jahre der Katastrophenherrschft ihrer Vorbilder keine Empfehlung für ein Wiederaufleben sind.
Sie zeigen offenen Fremdenhass, von Nächstenliebe keine Spur. Verteidiger eines virtuellen Krals mit allen Mitteln. „Die fremden Krieger dürfen nicht an unsere Frauen!“ Sie verbreiten Angst vor Menschen, die wegen ihrer Kultur nicht in ihren Horizont passen. Nur ihre „genetisch unverfälschte Rasse“ gewährt die Kraft und Überlegenheit, mit der sie sich brüsten. Ihre unerträgliche Arroganz verhindert jegliche Freundschaft mit Menschen, die von weit herkommen. Sie wollen mit allen Mitteln ihre Burg verteidigen. Man fragt sich allerdings vor wem und warum.

Ich kann mir nicht vorstellen, mit solchen Zeitgenossen in einer demokratischen Übereinstimmung zu leben. Ignorieren und überwachen sollte man sie. Sie dürfen keinen Fußbreit weiter in das System eindringen. Und aussitzen kann man sie auch nicht. Also bleibt uns nur eines: Sie in die Ecke verweisen, in die sie hingehören. Unwichtig für unser Land und leider zugleich beschämend. Diese Bewertung muss andauernd öffentlich erklärt werden. Nur so werden auch die Menschen in anderen Ländern unsere Ablehnung dieser Partei verstehen.

Mehr will ich dazu nicht schreiben, denn diese dreisten Typen mit dunkler Gesinnung sind es nicht wert, ständig beachtet zu werden!

berndg42; im Juni 2018

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es tut weh


ich kann nicht hassen
bin ich nicht normal?
was fehlt mir?

wie soll ich
mit anderen leben
die ich nicht verstehe?

in diesem land
soll es eine mehrheit
geben, die mich nicht versteht

woran liegt das ?
ist es der fremdenhass
oder ist es eine
unzureichende aufklärung?

ist es vielleicht nur
die angst
vor dem unbekannten
oder doch die xenophobie?

vielleicht alles zugleich
es geht uns gut
aber wo ist die liebe
zum nächsten
zu meinen brüdern und schwestern?

berndg42, im Mai 2018

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Es reicht… macht doch endlich Schluss mit dem Geschwätz!


Ich bin Ingenieur und denke in Kategorien machbarer Technik. Die weltpolitische Situation spitzt sich zu. Konflikte werden immer wahrscheinlicher. Und der Angriff mit atomaren Waffen wird stattfinden. Soweit meine Einschätzung.

Die Bundeswehr dient der Verteidigung unseres Landes. So steht es im Grundgesetzt. Man kann natürlich argumentieren, dass die Zuwanderung von Armutsflüchtlingen eine Bedrohung darstellt. Und somit sind Aktionen im Ausland auch zu akzeptieren, wenn sie diese Bedrohung verhindern. Aber solche Anstrengungen werden uns nicht vor einem direkten Angriff schützen.

Es ist wohlbekannt, dass die russischen Angriffsraketen so agil den amerikanischen Abwehrraketen ausweichen können, dass ein Schutz zur Zeit nicht gewährleistet ist. Es ist auch fraglich, ob der amerikanische Abwehrschild mit verbesserten Patriotraketen überhaupt noch wirksam ist. Jedenfalls bedarf es der techischen Unterstützung eines Satellitensystems. Die englische Regierung hat sich kurz nach der Amtsübernahme des neuen amerikanischen Präsidenten die Zusicherung eingeholt, dass das System GPS durch die Amerikaner in Falle eines Angriffs zur Verfügung gestellt wird. Die anderen europäischen Staaten laufen hinterher und können sich auf ein gemeinsam zu schaffendes Abwehrsystem nicht einigen. MEADS ist unzureichend und seine Entwicklung stagniert.

In der aktuellen politischen Auseinandersetzung wird die Kündigung des Atomvertrages mit dem Iran diskutiert. Angeblich ist sich Europa einig, dass der Vertrag bestehen bleiben soll. Ohnehin ist es nur das Ziel auch dieses Vertrages, die Entwicklung einer iranischen Atomwaffe zu verzögern. Mit der einseitigen Aufkündigung durch die USA wird diese Verzögerung aufgehoben. Israel sieht sich zu Recht ganz aktuell in einer schwierigen Situation der Selbstverteidigung. Nicht ohne Grund haben sie die modernsten Tarnkappenkampfjets gekauft und mit eigener Elektronik ausgerüstet.

In Berlin werden juristische Tricks diskutiert, wie man dieses Dilemma lösen kann. Der Gedanke, dass es auch andere Wege geben kann, wird nicht erörtert. Ein Armutszeugnis für ein sich selbst als High-Tech-Land darstellendes Deutschland! An ein Abwehrsystem mit moderner Technik wird nicht gedacht. Dabei haben wir selbst inzwischen ein funktionierendes Navigationssystem Galileo, das man einsetzen könnte. Wir wären unabhängig von den USA in der Lage, ein sehr wirksames Raketenabwehrsystem selbst zu entwickeln und zu installieren. Unsere Ingenieure haben das notwendige Wissen. Unsere Industrie ist fähig, die technischen Einrichtungen zu produzieren. Warum denkt man nicht in diese Richtung? Sind da in Berlin nur Leute am Werk, die von Technik keine Ahnung haben? Müssen wir nicht viel mehr Ingenieure dorthin schicken? Ich kann als einzelner Denker nur verzweifelt zusehen, wie wir auf die Kathastrophe zugehen.

Das Geld ist vorhanden! Es wird aber nur zur „Ausrüstung“ ausgegeben. Zur Nachlieferung von notwendiger Grundausrüstung der Soldaten, die man in der Vergangenheit vernachlässigt hat. Aber neue Panzer würden nur dumm in der Landschaft rumstehen, wenn die Marschflugwaffen in geringer Höhe von den U-Booten kommen. Sinnlose Investitionen!

Man mag das selbstverständlich auch anders sehen. Wenn man fatalistisch den Kopf in den Sand steckt und eine Vogelstrauß-Politik betreibt, dann kann man nur darauf hoffen , dass es nicht zum Konflikt kommt. Man kann auch diplomatische Anstrengungen vorweisen, die diese Haltung rechtfertigen. Aber hat das alles bisher wirklich geholfen? Zum Schutz vor der Witterung und vor wilden Tieren hat sich der Mensch in der Frühzeit in Höhlen zurückgezogen. Diesen technischen Schutz vermisse ich heute. Gegenwärtig wäre die Gelegenheit, ein eigenes Abwehrsystem zu installieren, das so wirksam wäre, dass alle Angreifer einsehen müssten, dass es sinnlos ist, uns zu überfallen. Erst wenn das die Erkenntnis der Feinde wäre, könnte man eine terrtoriale Abwehr mit Panzern sichern. Aber nicht umgekerht! Denn die Zeit läuft uns davon. Wir sollten jetzt handeln!
berndg42, im Mai 2018

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alternativen für dumme


ja, heute war ein schöner tag
die luft war mild, der himmel blau
man hörte die vögel
und nichts störte die ruhe

doch dann kam lärm auf
landsknechtsgetöse
getrommel aus dem
dreißigjährigenkrieg
simple tonfolgen
bei denen sich der taktstab
eines seriösen dirigenten
verbiegen würde

musik ist mit geräusch verbunden
so wilhelm busch
und er wusste warum
denn diese marschmusik
für liebhaber von gartenzwergen
kann doch nicht jedem gefallen
muss das sein
im einunzwanzigsten jahrhundert?

muss ich diese heimatliebe
der ahnungslosen
mit trommelwirbeln und fanfaren
ertragen? lauter als
das düsenkreischen ganz oben
alle zwei minuten
dieser der geist der einfältigen
geht an die grenzen
meiner toleranz

jeder hat die freiheit
seine vorlieben zu leben
wenn sie nicht
die freiheit des anderen stören
und zum donnerwetter:
muss sich der ungeist
durch solche übungen
erhalten und
alle achtzig jahre
wiederholen?

wer stupide rhythmen liebt
kann sich im tv befriedigen
die konsumwerbung
bringt’s

berndg42, im Mai 2018

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