1,5%(einskommafünfprozent)


Das ist der Anteil der Zuwanderer, die Asyl erhalten. 98,5 % werden abgeschoben. Dabei ist es einer sog. Volkspartei völlig wurscht, ob die Menschen hier arbeiten wollen oder nicht. Sie denken auch nicht an die wirtschaftliche Notwendigkeit, junge Menschen in das System zu lassen, damit die Alterssicherung gewährleistet ist. Offenbar hat diese politische Klientel selbst Geld genug für sich und ihrer Sippe. Selbst Ausgebildete Fachkräfte dürfen nur bleiben, wenn sie die überzogenen Ansprüche nach dem Fachkräfte-Zuwanderungs-Gesetz erfüllen. Das schaffen nur sehr wenige Akademiker, die bereits im Heimatland die Sprache gelernt haben. Die einfachen Menschen bleiben ausgesperrt. Und so soll es offensichtlich sein. Unerträglich, diese Heuchelei der Saubermänner!

Die Gnade der lokalen Geburt berechtigt offenbar hinreichend die Vertreter dieser Rechtslage das praktische Handeln moralisch zu festigen. Allein mit der formalen Logik der eilig zusammengeschmiedeten Regeln und Gesetze begründen sie ihre Argumentation. Sie verstehen sich mit einer sogar vom Himmel geduldeten Überheblichkeit als Wächter der ethnischen Reinheit des Volkes. Sie meinen aber eigentlich nur eine Gruppe von Gleichgesinnten. Ich nenne sie Nationalrassisten. Es ist nicht die Mehrheit des Wahlvolkes, die den Zugewanderten vorsätzlich nichts abgeben will vom BIP. Es sind diese Politiker, die fürchten, der Neid auf die sog. Sozialschmarotzer würde ihnen einen Stimmenverlust und Machtverlust einbringen. Und es gibt sie natürlich, die heimlichen Nazis, die eine anderen Partei wählen würden.

Diese Politiker mit dem Charme der Gutbürgerlichen schämen sich nicht, ihre unmenschliche Haltung öffentlich zu vertreten. Sie deklarieren sich sogar als Christen. Sie versuchen die Wähler einzuschüchtern, die anderer Meinung sind. Mit Zynismus werden Verfehlungen junger Zugewanderter kommentiert. Und sie haben die Zurückhaltung der Medien hinter sich. Wie denn auch würde ein Journalist sich zur Wahrheit bekennen, wenn er dadurch nur Nachteile hätte? Aber: „Wer schweigt, macht sich mitschuldig!“

Bei uns gilt das Grundgesetzt! Daran glauben die jungen Menschen, die als Flüchtlinge hier leben und oft nur eine Duldung haben. Und sollte man nicht mal gründlich das Verhalten der o.g. Politiker auf die Einhaltung des GG strenger überprüfen? Es ist ja zum Glück noch nicht so, dass unsere Gerichte durchgehend mit Gesinnungsgenossen besetzt sind. Wie man das jedoch in absehbarer Zeit erreichen kann, macht uns gerade ein Staatsführer im Westen vor. Und leider kam von daher immer alles über den Atlantik auch zu uns. Wir sollten wachsam sein.

Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Dem einfachen Bürger tut es nicht weh, durch Arbeit verdientes Geld jedem hier Lebenden zu gönnen. Der Zugewanderte zahlt ja auch in die Sozialkassen ein, wenn man ihm eine feste Anstellung gibt. Und viele Wähler aus dem wirtschaftlichen Mittelstand nutzen die Arbeit der Unterbezahlten für ihre Gewinnmaximierung erkennbar aus. Leider interessiert es die wohlhabende Schicht der Nationalrassisten nicht, dass der Lebensstandard der unteren Einkommensbezieher mithält und damit auch deren Alterssicherung gesichert wird, schon gar nicht. Hier zeigt sich ein Fehlverhalten, das dem geleisteten Amtseid nicht entspricht. Dem Wohle der gesamten Bevölkerung dient das nicht, aber primär natürlich der eigenen Wählerschaft. Und leider wird allgemein anerkannt, dass diese Haltung dem geduldeten Zweck einer politischen Partei entspricht und daher kein moralischer Vorwurf hier Bestand haben wird.

Wir erleben gerade einen Umbruch der Verhältnisse in Handel und Dienstleistungen durch die Coronakrise. Man wird sehen, ob Spannungen entstehen, die zum massiven Protest führen. Und man muss befürchten, dass die Schuld am Zusammenbruch von den Oberen wieder mal auf eine Minderheit geschoben wird. Die Handlanger der teuren Abschiebeaktionen haben leichtes Spiel. Die Öffentlichkeit soll das nicht wahrnehmen. Und da gibt es ja die nicht nachweisbaren Absprachen im System, die Schere im Kopf. Die Überwachung wird verstärkt. Die Gesetze zur Machterhaltung werden heimlich verschärft. Das Volk hat andere Sorgen. Diese Situation muss man nutzen. Und wenn ich das hier schreibe, bin ich mir sicher, dass ich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt werde. So einfach ist das in einer unmündigen Mediengesellschaft mit der Meinungsfreiheit. Man hat sie auf dem Papier, aber sie kommt immer mehr unwirksamer bei der Öffentlichkeit an. Überzeugender sind diejenigen, die ständig im TV präsentiert werden. Die Nachrichten in den Kanälen bieten aber immer weniger aktuelle Informationen an. Oft werden Bilder und Texte tagelang kopiert vorgeführt. Das kann doch nicht allein durch Kosteneinsparung begründet sein!

Ist die Weltsicht der Nationalrassisten nicht eine längst überholte Verhaltensweise aus den Zeiten der Steinzeit? Damals wurde die Dorfgemeinschaft in einem Kral durch Zäune und Mauern verteidigt. Das Schließen der Außengrenzen ist eine Abbild dieser Praxis, die bis ins Mittelalter üblich war. Aber auch damals ging es nicht um die Sicherung der Bevölkerung. Es waren Einzelherrscher und Potentaten, die ihren Besitz schützen wollten. Es gibt genügend historische Museen, worin man dieses Gesellschaftssystem nachempfinden kann. Der moderne Feudalismus pflegt Tarnkappen, die die gierige Fratze verschleiern sollen. Ängste werden genährt, damit man fragwürdige Handlungen begründen kann. Es ist kaum nachzuweisen, dass die Zugewanderten unser Sozialsystem ausnutzen. Aber ständig hört man diesen Vorwurf, der Angst vor der Gefährdung der eigenen Existenz verursachen soll. Ich bewerte diese Argumentation stets als unredlich, weil nicht bewiesen. Und wenn sie wahr sein sollte, würde ich mich fragen, seit wann sich die Oberen Sorgen um das Leben der Unteren machen. Und statt in christlicher Nächstenliebe den Hilflosen ein Almosen zu geben beschwört man ein Verteidigungssystem mit Atomwaffen, das auf die Vernichtung der Menschen im Osten gerichtet ist. Beides moralisch höchst verwerflich, aber leider von den überwiegend politisch desinteressierten Zeitgenossen geduldet. Wir verdrängen wie eingeübt jeden Widerspruch und Lügen, die uns zum Nachdenken herausfordern würden. Wir wollen im Wohlstand unsere Ruhe haben. Probleme sollen diejenigen lösen, die wir mit unserer Wahlstimme dazu beauftragt haben. So bequem ist das. Und die berufen sich darauf, das Volk führen und verführen zu dürfen. Meistens nicht ohne Eigennutz. Wir akzeptieren Gier und Heuchelei.

Hoffentlich erlebe ich noch eine Wandlung zu einer Gesellschaft, in der es gerechter und wahrhaftiger zugeht. Von Ichmenschen und Nationalrassisten habe ich die Nase voll. Wer gibt denen eigentlich das Recht, die Menschen auf dem Globus nach Wertigkeiten einzuordnen? Die Zeiten der Menschenverächter sollten endlich vorbei sein!

berndg42, im August 2020

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apokalypse now


moral war gestern
nehmen statt geben
wir zerstückeln
die zeit
das wesentliche
ist gequantelt
zufällig geahntes
nicht greifbar

gedanken
fliehen
durchs offene
fenster
banken verkaufen
unsere kraft
die schöpfung als
stillstand der
natur
negieren

das universum
leugnen
globalisierung
ist weltsucht
nach leben
gefangen
in der täuschung
die macher
schwimmen
über uns

die einsamkeit
sucht sich
den leeren
stuhl
terabytes
mit binären
ziffern
füllen datenspeicher

was bleibt
ist die hoffnung
im schrei
der erlösung
sprachlos verstehen
vielleicht schon
morgen und
ohne zweifel

berndg42; 23. Juli 2020

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Mitläufer


Der gesunde Menschenverstand ist die Entschuldigung für eine geistige Unmündigkeit, deren sich die politisch geführten Massen bewusst sind, sie aber als Schwäche nicht zugeben. Sie wollen sich keinerlei Kritik an ihrem Unvermögen zur eigenen Willensbildung stellen. Sie sind sofort bereit, sich einer bequemen Denkweise anzuschließen, durch die sie nicht überfordert werden. Lieber mit einem schnellen JA zustimmend reagieren als sich der Mühe zu unterziehen, eigene Gedanken zu entwickeln. Denken ist mühsam. „Und bitte verzeiht doch Fehlentwicklungen, die wir nicht gewollt haben. Sie wurden uns schicksalhaft aufgezwungen.“ Das wird als menschlich verstanden. Und menschliche Schwächen sollten doch auch unsere Kritiker tolerieren. Das ist ihre Forderung nach Vergebung der Vergehen.

Das Volk wollte nicht den totalen Krieg, aber es hat dem Führer lauthals zugestimmt, weil es die bequemste Lösung für den Augenblick war, ohne Gefahr zu laufen, für eine gegensätzliche Haltung bestraft zu werden. Hitler hat also den Einzelnen und damit das ganze Volk erpresst. Wobei er die Angst als bestes Mittel für den Antrieb der Massen einsetzte. Nichts ist wirksamer einen Menschen zu falschen Handlungen zu zwingen, als mit der Angst vor dem Verlust der Existenz oder mit dem Gefängnis zu drohen.

Und heute?
Was veranlasst den Inhaber einer gefalteten Tageszeitung den Menschen ein Blatt anzubieten, in dem die Verbrüderung der Unmündigen das Prinzip ist. Wieder die Gleichschaltung der unkritischen Geisteshaltung mit dem Gefühl der Stärke zu verbinden, zu rechtfertigen, doch nur dem gesunden Menschenverstand nachzugehen. Sich mit den Inhalten der Zeitung zu identifizieren und nicht tiefer nachzufragen, was da veröffentlicht wird. Die Frage, ob es wahr oder nicht wahr ist, was drinnen steht, ist sekundär. Wichtig ist dem Leser die Illusion einer geistigen Gemeinschaft zu vermitteln, die unter allen Zweifeln des Alltags den Weg vorgibt, mit Überzeugung vermeintlich richtig zu denken. Und nach dem unterdrücktem kritischen Denken kommt die Handlung. Das weiß der Herausgeber natürlich. Und nicht zuletzt ist sein Geschäftsmodell auch außerordentlich lukrativ. Für einige Groschen, die der Leser bezahlt, erhält dieser die Zustimmung einer großen Gesinnungsgemeinschaft, die ihn geistig stärkt und die ihm ein Weltbild sichert, in dem er sich mit seinem intellektuellen Unvermögen geborgen fühlt. „Die Menge kann sich nicht irren!“

Fußball und Sensationen aus der irrationalen Welt werden konsumiert. Die Sprache verkürzt, weil sonst das animalische Brüllen nach einem Torerfolg mit treffenden Worten wiederzugeben, gegen die guten Sitten wäre. Eine unkritische Zustimmung zu den mit vielen Bildern unterstützten Darstellungen eines Weltbildes, das man auf einen Blick akzeptiert. Das andere Blatt geht mit offenem Visier voran und nennt sich sogar mit dem umfassenden Begriff „Welt“. Selbst sein TV-Kanal wurde inzwischen umbenannt. Da verbrüdern sich die Moderatoren mit dem Zuschauer und gaukeln die Zufriedenheit einer Familie vor, einer Gemeinschaft der aufgeklärten Konsumenten.

Schnell zur Zustimmung bereit und ohne Argwohn macht man sich das Geschriebene und Gesehene zu eigen. Erzählt es weiter und wähnt sich selbstverständlich gut informiert zu sein. Eine Alltagswelt, die nach dem Wochenende mit reichlich Sportereignissen, ablenkt von der großen Politik. Der darf man ungestraft sein Misstrauen nachsagen. „Die da oben machen ja doch, was sie wollen.“ Also wieder die Angst vor dem Eingeständnis des eigenen Unvermögens, die Dinge ohne zu hinterfragen so hinzunehmen, wie sie angeboten werden. Wie Ramsch, den man eigentlich nicht kaufen wollte. Und die allgegenwärtige Konsumwerbung hilft nach, den Verstand weich zu kochen. Konzentriert und unbelastet den Alltag bewältigen. Das ist doch die Bürde, die wir bis zum nächsten Wochenende zu tragen haben. Dann sind wir wieder uns selbst überlassen in der Gestaltung unserer Freizeit. Brüllen, schimpfen, applaudieren in der Arena. Das gibt uns ein Wirklichkeitsgefühl jenseits aller Zweifel. Und wenn da jemand über die politischen Verhältnisse meckert, dann kann er ja auswandern. Wir wählen die Volkspartei. Die hat sich bewährt und hat Persönlichkeiten mit der notwendigen Raffinesse. Andere Vorstellungen von politischen Minderheiten sind uns suspekt. Sie destabilisieren nur unser System. Was der Herr Pfarrer am Sonntag meint, gibt uns den Rückhalt für unsere Entscheidungen. Wir lassen uns unsere eigene Meinung nicht nehmen! Wir fühlen uns wohl in der Mehrheitsgesellschaft. Leute mit gesundem Menschenverstand braucht das Land.

Mitläufer?
Sind wir nicht. Wir sind aufgeklärte Staatsbürger. Die Polizei schütze uns vor Andersdenkenden. Schließlich bezahlen wir Steuern. Und die müssen so verwendet werden, wie wir uns das vorstellen. Darin sind wir uns doch alle einig, dass die Demokratie erhalten bleiben muss. Und sei es mit Gewalt. Alles Fremde lehnen wir ab. Sollen die Hottentotten doch dahin zurück gehen, wo sie hergekommen sind. Wir dulden keine Schmarotzer. Unsere Frauen sollen auch abends wieder allein durch die Straßen gehen können. Wir brauchen einen starken Staat, der uns vor Randalierern beschützt. Brennende Barrikaden und Krawallmacher brauchen wir nicht. Unsere Ruhe ist uns heilig. Und wenn es sein muss, wählen wir die Alternativen für Dumme. Die sind sich ihrer Sache sicher, die Gescheiten haben doch immer nur Zweifel und bringen nichts zustande. Die neuen Rechten werden dafür sorgen, dass wir wieder in Frieden leben können. Ohne den ganzen ausländischen Firlefanz, über den wir uns täglich aufregen und den wir nicht wirklich brauchen. „Lieber kaufe ich von einem aufrichtigen Deutschen ein gebrauchtes Auto als von einem Bärtigen mit stechendem Blick. Dem traue ich nicht über den Weg. Die sollte man einsperren, weil sie uns ständig betrügen, diese Teppichhändler.“ Und von Wegen „Mitläufer“. Es wird Zeit, dass wir uns wehren. Die ganze Globalisierung ist doch Teufelszeug. Macht die Grenzen dicht und führt die D-Mark wieder ein.

Ich empfinde keinen Hass. Habe nur einen Wunsch:
Der liebe Gott bewahre uns vor neuem Unglück!

berndg42; im Juli 2020

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steine


rollen die
steine
gegen
den wind
greift
mein blick
nach
spuren
der gewalt

schaulust
lähmt
die menge
der wunsch
nach
gerechtigkeit
ist weicher
als gefrorener
mist

wende
mich ab
starre
ins licht
des tages
verdränge
gedanken
an mitleid
und scham

sehne mich
nach
nächstenliebe

unverständnis
hat keine worte
leere inseln
suchen bewohner
die aber
schweigen
gedankenlos

berndg42; im Juli 2020

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Jacqueline’s Tears


wenn das
cello weint
senke ich
den blick
atme
die musik

blühen die
sterne in
blauen
nächten
träume ich
mein leben

schweigt
der himmel
über den
wassern
schlafen
die meere

mit dem fluss
der zeit
schwimmen wir
ins universum

an endlosen
ufern stranden
die bilder

nach dem
regen
duften
die blumen

das rote
licht
des frühen
morgens
verspricht
ewigkeit

berndg42; im Juli 2020

Wortfaden: YouTube: tränen

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hoffnung


endloser
tage
stunden
fallen ins
nichts

über mir
der himmel
in der milch
des schwachen
lichts

verstimmt
die botschaft
vom glück
macht traumlos
den schlaf

ein neuer
morgen
küsst
die nebel
der nacht

erwachen
des lebens
vergessen
das leid

im schein
der liebe
verliert sich
die zeit

berndg42; im Juni 2020

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lebensabend


ich lebe
die hellen tage
nach dem nebel
der nächte

liebe die bilder
des lichts
im spiegel
meiner träume

die flüsse
des lebens
strömen
hin zum meer
der sehnsucht

noch bevor
sich der sinn
des seins
offenbart
muss ich gehen

der schmerz
der erkenntnis
bleibt ohne
versprechen

demütig
löst sich mein
geist von der
der liebe
zur weisheit

berndg42; im Juni 2020

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Wie die Träume von ungebildeten Despoten die Welt verändern


Zitat: „Die Dummen sind sich ihrer Sache sicher, die Gescheiten voller Zweifel“.

Eine Beschreibung der politischen Stimmung, die wohl aktuell zutreffen ist. Und darunter leiden viele aufrichtige Mitbewohner dieser Welt. Man kann sich im Kreis drehen und findet in allen Himmelsrichtungen Länder, in denen Staatsführer mit unmenschlicher Gesinnung das Sagen haben. Sie alle aufzuzählen wäre müßig und bedrückend. Man kann schon zufrieden sein, wenn am eigenen Ort kein Krieg ist. Und dann gibt es noch maßgebende Leute, die die Fremden hassen, weil die angeblich unseren Wohlstand bedrohen. Primitive Zeitgenossen im eigenen Land. Fremdenhass, Angst vor Umvolkung, Angst vor Überfremdung und Angst vor linken Politikern, die Toleranz predigen. Eine Mischung von Verachtung und gespielter Aufrichtigkeit. Heuchelei, die eine besondere Art von Rassismus nährt. Ablehnung von Menschen anderer Farbe und Herkunft. „Aber nein, so sind wir nicht! Wir blicken nach vorn, haben die Zukunft im Fokus. Wollen ja nur mit Vernunft das Land führen“. Politikergequatsche ohne sachlichen Inhalt! Und am Wochenende die großen Demonstrationen. „Was wollen die jungen Leute eigentlich?“ Und: „Wem es hier nicht gefällt, der kann ja gehen!“ Aha, Rausschmiss aus einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft, die man sich am liebsten selbst zu eigen machen möchte. Aber da ist ja noch die Demokratie und die Verfassung, die leider eine andere Ordnung vorgibt, die uns nicht gefällt. Wir, vom alternativen Weltbild für Dumme werden den langen Weg gehen. Und wenn sich die Gelegenheit bietet, finden wir vielleicht ganz schnell Gleichgesinnte, die mit uns für eine bessere gesellschaftliche Ordnung kämpfen. Wie die wohl aussehen wird?

Liebe Leute, seid wachsam! Die rechtzeitige Zerstörung der Gefahr von rechts und unten ist eine tägliche Aufgabe. Wer schweigt und alles gewähren lässt, macht sich mitverantwortlich für die Zerstörung des politischen Gleichgewichts. Europa darf nicht die Spaltung von Amerika übernehmen. Hier sollte der Zeitgeist der Freundschaft über allem Zweifel stehen. Frankreich und Deutschland haben das Potenzial, die Dinge auf den richtigen Weg zu leiten. Das muss sehr bald geschehen, dann werden alle Befürworter von destruktiven Ideen untergehen.

Wir brauchen keine Träumer, die ihre Lust von gestern ausleben wollen. Auf Kosten des Volkes!
In diesem Sinne…

berndg42; im Juni 2020

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in der krise


alles ist gleich
doch
was geschieht
ist anders

denke auf
der stelle
blicke
nicht zurück

warte auf
morgen
die wiedergeburt
der aufrechten

bin geläutert
habe keine
hoffnung
aber frieden

werden wir
uns erkennen
uns achten und
lieben?

meine welt
ist bereit
neu geordnet
von der zeit
befreit

berndg42; 21. Mai 2020

Wortfaden: YouyTube: krise

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Civid19


Damit ich hier nicht als unwissender Spinner bewertet werde, weil ich ein Gedicht über Covid19 geschrieben habe, dazu mal eine Rechnung:

Das Infektionsgeschehen stellt sich in unserem Land so dar:

170 000 Menschen wurden bisher infiziert.

An der Krankheit sind 7000 gestorben.

Die Sterberate ist somit ca. 4%

Für eine Herdenimmunität sollten 60% durchseucht sein. Das sind bei 83 Mio Einwohnern in DL ca. 50 Mio. 4% sterben, also 2 Mio!

Geht man für die Durchseuchungszeit optimistisch von 10 Jahren aus, dann infizieren sich ca. 200 000 /Jahr . Das ist aber sehr hoffnungsvoll betrachtet, denn nach aller Erfahrung geht die Welle schneller und höher durchs Dorf.

Auf der Intensivstation sind die Sterbenden bei pessimistischer Betrachtung 2 Wochen. Bei 200 000/Jahr sind das :365 = 550/Tag an neuen Patienten, die intensiv behandelt werden müssen. Das sind ca. 16500/Monat. Nach zwei Wochen sterben die Hälfte. Also bleiben ca. 8000/Monat, die in den Betten im Sterben liegen. Dazu kommen die Genesenden.

Zur Zeit sind mehr als 20 000 Betten vorrätig.

Schlussfolgerung:
Unser Gesundheitssystem hat den notwendigen Vorrat an Betten und Geräten. Allerdings hofft man auf eine Eintrocknung des Erregers.

Sollten wir in einem Jahr den Impfstoff haben, dann wäre anzuraten, sich bis dahin an die Regeln zu halten. Punkt!!

Tut man das nicht, kann das System zur Rettung von Menschenleben ganz schnell überfordert sein!

Und eine Anmerkung noch:
In früheren Zeiten konnte jedes Milchmädchen rechnen. Heute werden die Hirne offenbar von der Mediendiktatur total verunsichert. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum der immer gleiche Quatsch über unverstandene Zahlen gelabert wird.

berndg42; 6. Mai 2020

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