Die Wachstumsidioten


Jetzt fahren sie gegen die Wand, aber überlassen anderen die Lösung der Probleme. Nachdem die Ressourcen gierig aufgefressen wurden, stehen sie ratlos da. Ihre scheinwissenschaftlichen Postulate können sie nicht mehr zur Verteidigung einer einseitig ausgerichteten Sozialpolitik an den Mann bringen. Zu deutlich haben sich ihre dominanten Überzeugungen als Lüge herausgestellt. Die Eliten haben uns ausgebeutet. Und nicht zuletzt wegen dieser fatalen Ideologie des grenzenlosen Wachstums. Das Geld ging immer den Weg nach oben, in die Schichten der unanfechtbaren Wohlstandsmacher. Einige werden jetzt der Täuschung und des Betruges angeklagt. Ihr Ansehen geht trotz akkurat gebundener Krawatte deutlich nach unten. Die Besitzer des Mammons hatten die Macht über unser Leben. Und sie waren niemals Vorbilder für ein soziales Miteinander. Jetzt leugnen sie den Klimawandel. „Nach uns die Sintflut“, maulen sie in aller Welt und drehen uns den Rücken zu. Sie wollen nicht ihr Leben einschränken. Und sie wollen nicht schuldig sein an einer Welt, in der es jetzt noch mehr Elend als zuvor geben wird.

Worum geht es denn? Endlich, möchte man meinen, erkennt eine größere Gruppe von den Bewohnern der Erde, dass es so nicht weitergehen kann. Endlich stehen Menschen auf und richten sich gegen diejenigen, die immer noch an den Wohlstand durch wirtschaftliches Wachstum glauben. Ein vernünftiger Mensch war niemals dieser Meinung. Denn es ist doch offensichtlich, dass man durch Ausbeutung letztlich nur Leere und Zerstörung hinterlässt. Und da wir schon sehr langer Zeit keine Nomaden mehr sind, sollte uns eine bessere Einsicht zu einem Verhalten führen, dass unser Überleben nachhaltig sichern könnte. Man kann nur hoffen, dass die Zahl der Aufgeklärten möglichst rasch ansteigt.

Die neue Überzeugung einer breiten Mehrheit muss sich durchsetzen. Ein Umdenken muss sich etablieren. Nur durch eine radikale Umgestaltung unseres Alltags wird es zu einer angestrebten Stabilisierung des Wirtschaftens kommen. Zu einem rücksichtsvollen Umgang mit den begrenzten Ressourcen für einen vielleicht auch bescheideneren Wohlstand.

Der Planet ist groß genug, um auch noch einigen Milliarden Menschen mehr ein Auskommen zu sichern. Es liegt an der Vernunft, die den Menschen endlich heilig werden muss. Und nichts würde ich mir mehr wünschen als das Wiederaufleben der Nächstenliebe. Aber gegenwärtig treiben die großen Vereinfacher ihr teuflisches Spiel. Ihre hilflosen Wähler laufen ihnen nach. Ja gewiss, die Welt ist komplizierter geworden. Man kann nicht mehr alles verstehen und überschauen, was uns die Technik im Alltag abfordert. Man kann nicht mehr durchblicken, wie der Handel in aller Welt vernetzt ist. Und wenn nur einer anfängt, an den tragenden Säulen des Systems zu sägen, bricht alles zusammen. Die Angst vor der Zukunft nimmt täglich zu.

Habt ihr von den neuen Waffen gehört, die ein wahrhaft diabolisches Werk sind? Marschflugkörper, die mit atomarem Antrieb wochenlang ihre Kreise im Tiefflug über ein Gebiet ziehen. Mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit und nicht abschießbar. Der Überschallknall tötet alles Leben unter ihnen. Eine „saubere Waffe“, die es dem Angreifer ermöglicht, nach dem Einsatz das Land zu besiedeln, ohne radioaktiver Verseuchung ausgesetzt zu sein. Beide Großmächte besitzen solche Geschosse, die man von See oder über große Entfernungen abfeuern kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie uns treffen werden, nicht ob, wenn die Streiterei so weitergeht. Irgendjemand wird argumentieren, dass es moralisch ja nicht verwerflich ist, sich zu verteidigen und drückt auf den Knopf. Und ob uns nochmal ein untergeordneter Offizier, ein wahrlich ehrenhafter Mann das Leben retten wird, indem er den Ablauf der Kathastrophe stoppt, ist sehr unwahrscheinlich.

„Aufstehen“ reicht nicht! Greta Thunberg macht es vor. Die Medien müssen auf unsere Seite kommen. Nur über die neuem Möglichkeiten des Internets und der modernen Kommunikation können wir ganz unten als Volk die Sache in die Hand nehmen. Oder wollen wir darauf warten, bis sich Verschwörer als neue Illuminaten zusammentun, um mit Gewalt das Wirken der unseligen Potentaten auf dem Globus zu stoppen? Doch selbst der beste 007 wird das nicht können, denn diese Teufel umgeben sich mit vielen Bodygards. Näher als 100m wird man nie an sie herankommen und sie schon gar nicht gefangen nehmen können. Also ist die Hoffnung auf neue Kreuzritter vergebens. In der unmittelbaren Umgebung müssen wir tätig werden. Unsere Überzeugung laut äußern und zu Gegenargumenten die richtigen Antworten haben. Am besten natürlich selbst zum Vorbild eines vernünftigen Verhaltens werden. Die Menschen sind müde von der überwältigenden Flut der Informationen und Meinungen. Den jetzt notwendigen Meinungskampf sollten wir im Alltag aber aufnehmen und diejenigen unterstützen, die ein Einsehen zeigen.
berndg42; 15. August 2019

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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