FraOne und das Gebot des Friedens


Es war an einem dieser milden Frühlingsmorgen, als mich der Lärm der Geschäftigkeit weckte. Ich hatte einen Termin in der großen Stadt. Die Ampel schaltete auf Rot. Unvermittelt wurde die Welt still. Alle schauten ins Zentrum des Geschehens. Dort stand eine schlanke Erscheinung in einem blauen Gewand. Sie kam näher. Ich vermutete eine ältere Dame. Ihr graues Haar legte sich um die Schultern. Ein goldener Schimmer glänzte in ihren Augen. Sie vermittelte einen Ausdruck von Strenge und Güte zugleich. Jedoch lag ein Lächeln über ihrem Gesicht. Geheimnisvoll, fast überirdisch, als sei sie die Mona Lisa. Und ihre Arme waren offenbar unsichtbare Flügel. Unter ihnen wurden alle Gesichter freundlich gestimmt. Ich spürte das Gefühl des Schwebens. Alle um mich herum kannten ihren Namen. FraOne sprach ohne die Lippen zu bewegen:

„Ich bringe euch das Gebot des Friedens“, waren ihre Worte. „Und eure Hoffnung gibt mir die Kraft, es auf Erden zu verkünden. Wenn ihr es befolgt, werdet ihr wieder fröhlich sein. Die Last aller Mühsal wird euch genommen.“

Die Leute nickten zustimmend.

Ein lautes Hupen weckte mich aus meinem Traum. Ich hatte die Grünphase verpasst. Doch ohne mich schuldig zu fühlen, setzte ich die Fahrt fort. Nachsinnend wünschte ich mir: „Hätten doch auch die anderen meinen Traum erlebt!“

berndg42; im Januar 2019

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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