Ich brauche keine Auszeichnung!


Der Leiter eines Sozialamts in Schleswig-Holstein hat mit vielen anderen Helfern seine Ehrennadel zurückgegeben, die er für den Einsatz in der Flüchtlingshilfe noch vom damaligen Ministerpräsidenten Albig erhielt. „Wir brauchen keine Ehrung, die nicht ehrlich gemeint ist. Uns ist es wichtig, die Menschen hier gut aufzunehmen.“ So seine Aussage.

Und SpiegelOnline schreibt dazu: „Mittlerweile ist die Politik darauf ausgerichtet, schneller abzuschieben statt zu integrieren.“ Das ist auch die Meinung dieser Gruppe von Ehrenamtlichen, die zwei Petitionen mit 1900 Unterschriften übergaben. „Wir sind für ein dauerhaftes Bleiberecht und gegen sogenannte Ankerzentren.“

Hier wird eine Gruppe von lieben Menschen laut, die den gegenwärtigen Zustand nicht mehr ertragen können. Mir geht es ebenso. Und ich vermisse auch eine Plattform, auf der man gehört wird. Wenn es die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe nicht geben würde, könnten wir ein großes Wehklagen über die Hilflosigkeit der Behörden hören. Ohne die vielen Helfer hätte auch der hartnäckigste Gegner der Integration zu leiden. Das ist diesen Zeitgenossen überhaupt nicht bewusst.

Es gibt aber eine schweigende Mehrheit, die nicht daran glaubt, dass unser System unter der angeblichen Belastung durch Zuwanderer zusammenbricht. Diese Mehrheit weiß, dass Geld genug vorhanden ist. Dass es aber leider auch für überflüssige Zwecke großzügig verschenkt wird. Und unsere Straßen sind sichtbar marode, die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur(Internet) bleiben aus.

Einige kommen ans Geld, die Mehrheit bezahlt. Die Spannungen werden zunehmen, und in gleicher Weise auch die Verschärfung des Polizeirechts. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen! In einem Europa der Nationalisten mit einer Zweiklassendiktatur möchte ich nicht leben. Und hoffentlich bin ich mit diesem Wunsch für die Zukunft nicht allein.

Mein Engagement wird sich weiter verstärken und ich werde helfen, wo und wie ich es kann. Mir geht es vergleichsweise gut in dieser Republik. Und ich habe keine Ängste vor Überfremdung und religiösen Fanatikern. In meiner Umgebung kenne ich solche Panik nicht. Ich habe nur gute Erfahrungen mit den zugewanderten Mitmenschen gemacht. Sie haben unter Krieg und erbärmlicher Armut mehr als genug gelitten. Die Menschenwürde darf nicht an Besitz und Herkunft gemessen werden. Auch der Ärmste hat sie und sie ist unantastbar. Ich gehe auf Menschen zu, die eine soziale Kompetenz zeigen. Arrogante Typen mit egoistischem Klassenbewusstsein erfahren meine Verachtung. Am besten geht man ihnen aus dem Weg.

berndg42; im November 2018

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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