Verzweifelt!


Kann man denn die Egoisten in diesem Land nicht aufhalten? Es werden immer mehr. Jedenfalls vermittelt die öffentliche Meinungsmache diese Entwicklung. Ich kann es nicht glauben, dass so viele Menschen guten Willens sich das gefallen lassen. Es ist leider außerhalb meiner Möglicheiten, dieses Fortschreiten einer fatalen Entwicklung zu bremsen.

In den Vereinigten Staaten von Europa leben 500 Millionen Menschen. Selbst wenn noch 50 Millionen Zuwanderer(nur 10%!) dazu kommen, würden wir sie wie ein Schwamm einfach aufsaugen. Die meisten Zeitgenossen würden davon kaum etwas merken. Aber da ist eine renitente Gruppe von einflussreichen Poltikern unterwegs, das Volk aufzuwiegeln. Angeblich zu seinem Gunsten und zum Schutz von „Werten“. Dabei sind diese Werte nicht einmal definiert. Wegen zwei bis zehn verzweifelten Flüchtlingen am Tage, die an unseren Grenzen nochmals um Asyl suchen, machen sie fast die Demokratie kaputt. Ist das noch zu fassen? Haben wir denn alle die Vernunft verloren?

Was wäre denn gewesen, wenn unsere Eltern das Land nach dem Krieg in einer solchen Hetze und Verwirrung vor sich einfach liegen gelassen hätten? In einer Lähmung vor der Angst, alles Bemühen als sinnlos zu betrachten, weil die Probleme nicht zu lösen gewesen wären. Und jetzt, wo der Bauch dick ist, ist es einfacher, mit leicht daher geredeten Worten sich abwehrend zu verhalten. Ohne Anstrengung einfach zu fordern, das derjenige, der stört, ausgewiesen wird.

Wohlstandsegoisten nenne ich solche „christlichen Brüder“, mit denen ich zusammen leben soll. In einer fragwürdigen Gemeinschaft, in der sich Gutmenschen mit Schlechtmenschen auseindersetzen müssen. Und dann kommt auch noch ein Minister daher und lässt einen Vorschlag ausarbeiten für Gesetze, nach denen sicherlich kaum jemand eine Chance hat, legal zu uns zu kommen und mit uns zu leben.

Wollen wir wirklich nur Menschen hereinlassen, die an der Vermehrung unseres Wohlstands mitarbeiten? Was für eine Moral! Was für ein fragwürdiger kultureller Wert? Haben wir denn alles Maß an Anstand verloren? Sind wir bereit eine moderne Sklaverei zu dulden? Sind wir schon soweit gekommen, dass uns die Würde des Menschen nichts bedeutet? Wird das GG täglich in die Tonne getreten? Und dazu jubeln noch manche, die ihren Spaß daran haben, sich zu outen.

Was bringen denn die geflüchteten Menschen mit? Sie haben eine Würde und ihre Religion, oft nicht mehr. Beide Werte werden durch das Grundgesetz geschützt. Tatsächlich? Und worauf berufen sich diejenigen mit den dicken Bäuchen? Ebenso auf die Texte unserer Verfassung. Aber in einer Weise, dass man sich abwenden möchte vor Scham.

In diesen Tagen frage ich mich oft, ob ich ich für die Gesellschaft noch meine Kraft einsetzen soll. Ob ich meine Ehrenämter nicht einfach aufgebe. Denn alles Bemühen um die Zukunft der Kinder scheint mir sinnlos zu sein, wenn sich die Kräfte mit den Mikrogehirnen durchsetzen. Wir hatten das alles schon einmal durchgemacht. Darf sich das denn widerspruchslos immer wieder unvermeidbar so unfassbar obzön darstellen? Habenwir denn nicht die Vernunft und den Willen, diesem Treiben Einhalt zu gebieten?

Ich bin ur ein alter Mann. Und manchmal denke ich, dass die Evolution die Kriege plant. Und dann scheitere ich an dem Problem einer Logik: Nur was existiert, kann man beweisen(Physik). Im Umkehrschluss gerät der liebe Gott in Gefahr. Und macht es übehaupt einen Sinn, wenn zwei größen einer Dritten gleich sind? Die Mathematik kann vieles erklären, aber nicht den Sinn des Lebens. Ich meine, dass der Verlust der Nächstenliebe uns scheitern lässt, den Globus endgültig zu erobern. Der Verstand des Menschen ist und bleibt schwach. Wir sollten uns in Demut üben und unseren Nächsten barmherzich umarmen! Zu so einem Christentum bekenne ich mich und würde sogar zu einer eigenen Kirche aufrufen. Allerdings fehlt mir jetzt die jugendliche Kraft für eine solche Aktion. Uns deshalb muss ich wahrscheinlich ohnmächtig zusehen, wie die primitiven Platzhirsche das Tagesgeschehen bestimmen.

berndg42, im August 2018

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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