Im Jahre Europas


Wer schützt uns vor den spießigen Fingerhaklern und ihrer Verkapselungsmentalität? Vor ihren magyarischen Verbündeten? Den radikalen Verweigerern der Menschenrechte? Den egomanischen Despoten? Den Geschäftsführern der Mafia? Den leichtsinnigen Spekulanten, die sich langweilen? Den rücksichtslosen Bankern? Den reichen Erben, die die Politik allein für ihr gesichertes Auskommen benutzen? Den Mitläufern einer falschen Ideologie? Den Irrgläubigen, die aus der Vergangenheit gekommen sind? Den Wegwerfern, die den Müll verklappen? Den Verweigerern der Energiewende? Den Gegnern der Gleichberechtigung? Den Scharfmachern in den mächtigen Militärs der Erde? Den heimlichen Lauschern? Den falschen Propheten? Den rücksichtslosen Linksfahrern? Den professionellen Geldeintreibern? Den Verantwortlichen für Hunger und Klimawandel? Den dummen Laboranten, die tödliche Viren entwickeln? Den Giftmischern, die die Natur zerstören? Den Marktbeherrschern, die unseren Alltag bestimmen? Den unfähigen Politikern, die ständig unwirksame Gesetze beschließen? Den Regulierern, die unser Geld entwerten, aber selbst nicht davon betroffen sind? Den Dilettanten in den Operationssälen der Kliniken? Den weißen Göttern, die uns aus ökonomischen Gründen nicht würdig sterben lassen? Den Betrügern, die schnelle Abhilfe versprechen? Den aufdringlichen Lügnern in der Werbung? Den Dauerschwätzern im TV? Den hochbezahlten Programmdirektoren, die mit unserem Entgelt nur Schrottfilme machen lassen und ihren Sympies, die langweilige Quizsendungen als gut gemeinte Fernsehunterhaltung zusammenbasteln? Den Verantwortlichen, die die Bildung unserer Kinder vernachlässigen? Den Machern in Ländern und Gemeinden, die uns kaum noch freie Wege zwischen den Schlaglöchern auf unseren Straßen finden lassen? Die uns keine Sicherheit über und unter den Brücken gewähren, aber ständig über die Gefahren reden, die angeblich von Flüchtlingen ausgehen? Vor Brandstiftern in der öffentlichen Diskussion, die Schwerpunkte setzen und Fakenews verbreiten, die eigentlich keine Bedeutung für den Einzelnen haben, aber umso mehr für ihre Interessengruppen? Vor dem Spott und der Schmach, an der Tafel sein Mittagessen zu holen? Vor den gierigen Vermietern, die ohnehin schon genug Vermögen angehäuft haben? Vor den unehrlichen Handwerkern, die den privaten Bauherren im Stich lassen? Vor dem Amt, das den Arbeitslosen bis aufs Hemd auszieht, bevor er ein Almosen erhält? Und selbstverständlich auch vor dem Bettler, der das Geld für seinen Daimler ergaunert, den er ums Eck geparkt hat?

Man könnte viele Seiten lang schreiben…

Stephen Hawking warnte schon mehrfach davor, dass nicht Bomben, Roboter oder Katastrophen die Menschheit bedrohen, sondern unsere Aggression. Deswegen hat er einen Wunsch: „Die menschliche Eigenschaft, die ich am liebsten verstärken würde, ist die Empathie. Sie vereint uns in einem friedlichen, liebenden Zustand.“

Und ich möchte ergänzen, dass uns nur die praktizierte Nächstenliebe auf einen besseren Weg bringen kann. Wir sollten gleich heute damit beginnen uns nachhaltig darin zu üben und jeden Augenblick zuerst an den Mitmenschen zu denken, an den Bruder und die Schwester, die mich vielleicht bereits mehr lieben als ich es bisher versuchte.

Hebe den Blick und schau‘ dein Gegenüber offen an. Wir sollten wieder Freude empfinden, wenn wir die Vielfalt unseres Abbildes wahrnehmen. Wir sollten ein Schwarmgefühl entwickeln. Denn diese Welt ist für uns alle da und nicht der okkupierte Spielplatz für wenige Individualisten. Jeder hat ein Recht auf eine Existenz, die uns miteinander glücklich macht. Krieg und Egoismen sollten unsere Abneigung erfahren. Eine mentale Anpassung an das gemeinsame Ziel sollte unsere Zukunft bestimmen. Dazu gehört auch, dass wir uns frühzeitig nach anderen Lebensräumen umsehen, wie es Stephen Hawking vorschlägt. Die Erde wird in einigen tausend Jahren unbewohnbar sein. Über die Verbreitung in nahen Räumen der Galaxie könnte unsere Spezies überleben. Das gelingt aber nur dann, wenn wir bis dahin eine Form des Zusammenlebens gefunden haben, die unsere Aggressionen minimiert. Ansonsten würde sich herausstellen, dass die Menschen eine Fehlentwicklung waren. Die Natur kennt keine Trauer über unseren Untergang. Die Evolution aller Lebewesen findet vermutlich einen Ausweg, der uns heute noch nicht bekannt ist.

Wie man es macht, dass wir gemeinsam dieses Ziel erreichen, sollte uns beschäftigen. Ich denke über Regeln und praktische Vorschläge für eine Bewegung nach. Und natürlich weiß ich, dass eine neue Verhaltensweise im Alltag schwer sein kann, eine Überzeugung des Mitmenschen sich nicht so leicht einstellen wird. Wir sind alle geprägt, ein Abweichen von den Normen ist nicht einfach und könnte manchmal auf Unverständnis treffen. Im Zweifel aber verzeiht ein Lächeln alle falschen Deutungen. Also dann….

berndg42; 11. Januar 2018

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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