Dunkle Zeiten


Dunklen Zeiten gehen wir entgegen. Aber nicht wegen der Jahreszeit. Gibt es in Berlin eigentlich eine Obergrenze für diese bayerische Politik? Da hat diese Klientelpartei weniger als zehn Prozent Zustimmung von allen Wahlberechtigten in der Republik. Und diese Vertreter einer Minderheit führen sich auf wie die Rauflustigen im Wirtshaus. Eben noch verbal, aber wer weiß. Mit jähzornigen Bajuwaren sollte man stets vorsichtig im Umgang sein.

Sie wollen bestimmen, wie wir zukünftig handeln und denken sollen. Wir aber müssen uns nicht von der Ideologie dieser Pragmatiker überzeugen lassen! Schon einmal haben wir einer kleinen Gruppe von rechten Sozialisten freien Lauf gelassen. Mit fatalen Folgen. Das muss sich nicht alle achtzig Jahre wiederholen. Ich setze auf die Wachsamkeit der mehrheitlichen Demokraten, die auch Andersdenkende dulden und nicht mit Spott verachten.

Diese Bayern aber hängen sich ein Schild vor die Brust. Auf dem steht das Wort „Vernunft“. Und sie malen noch ein Kreuz darunter. Sie können mit den Instrumenten von Recht und Ordnung umgehen. Wenn die sich durchsetzten, werden die Gutmenschen eingeschüchtert, das Land von Intelektuellen, von allen Oppositionellen und Fremden gesäubert. Der Tod der geistigen Freiheit wird durch eine strenge Leitkultur beurkundet. Der überzeugte Mitläufer wird uns stolz seine Gartenzwerge präsentieren. Das große Schweigen des Waldes wird uns lähmen. Die von oben gemachte Meinung wird uns täglich langweilen. Aus jedem Winkel wird uns die Dummheit des Stärkeren angrinsen.

Nun ist diese Überzeichnung meiner Sicht von Wahrheiten vielleicht nur durch meine ängstliche Natur verursacht. Und hoffentlich bleibt dieses Bild einer schwarzen Zukunft auch nur eine Fiktion. Aber jetzt ist die Gelegenheit, der Gefahr mit allen Mitteln zu begegnen. Gelingt es uns nicht, die destruktiven Kräfte in den Griff zu bekommen, dann werden dunkle Zeiten auf uns zukommen. Dann wird es zu spät sein für ein Erwachen. Und dann gilt: „Gute Nacht, Deutschland!“

berndg42; 19. November 2017

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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