Zum Wohle des Volkes?


Fast 30% Wahlstimmen für die afd in Sachsen. Und die Bürger begründen ihre Einstellung mit der Ablehnung der Flüchtlinge, von denen es kaum eine Handvoll in diesem Bundesland gibt: „Zum Wohle des Volkes!“

Da sucht man in den Koalitionsparteien nach einem Synonym für Obergrenze. Zum Wohle des Volkes? Hat denn die Politik nichts besseres zu tun? In welchem verrückten Land leben wir denn?

Abstrakte Ängste vermeintlich bei einer Mehrheit. Man muss sich darum kümmern. So die Zielsetzung, die nicht etwa ein Versprechen für das Wohl des Volkes ist. Es soll Wählerstimmen in die eigenen Parteien zurückbringen. Aha! Zum Wohle des Eigennutzens also.

Vielleicht geht es uns zu gut. Nämlich dann kommt es immer wieder zur Verbreitung wirrer Gedanken und zu törichten Handlungen. Und überhaupt: Ich mag keine Leute, die anderen nicht helfen wollen! Und ich glaube, dass ich damit nicht allein bin.

Wo bleibt die schweigende Mehrheit? Sind auch hier ganz reale Ängste der Grund für eine falsche Zurückhaltung? Erst wenn einen selbst die Dummheit der Fehlgeleiteten trifft, wird man wach und rührig. Dann aber könnte es schon zu spät sein, wie das Nachgeben einiger Bürgermeister im Osten gezeigt hat. Und wo bleibt die Unterstützung der Willigen durch die Medien? Da stellen hochbezahlte Journalisten dumme Fragen an Politiker und erwarten kluge Antworten. Ja, wo leben wir denn? Die Öffentlichkeit als Bühne ständiger Veralberung. Oder sehe ich das falsch?

Das Faktum Unfähigkeit zeigt uns unsere Hilflosigkeit. Unfähig zur Vernunft, aber lauthals krakelen. Sind das die Tugenden einer politischen Führung, mit der wir nachhaltig die Zukunft gestalten werden? Die radikale Partei zeigt in diesem Punkt zurecht mit dem Finger auf die anderen. Aber sie verfolgt auch nur die falschen Rezepte. Alle wollen sie im Parlament Veränderungen durchsetzen. Nur welche? Und sind die immer zum Wohle des Volkes?

Es ist wie beim Zauberlehrling: „Besen, Besen! Seids gewesen…“
Wo bleibt der Lehrmeister für das Wohl des Volkes?

berndg42; 26. September 2017

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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