Wahlbeteiligung


Der ungebildete Konsumbürger fragt sich: „Was hab` ich denn davon?“ Der Staat spart am falschen Ende. Er sollte realistischer handeln und jedem Wahlbürger, der seiner Pflicht nachkommt, einen finaziellen Anreiz bieten. Jeder, der wählen geht, erhält auf die Hand 50 EUR. Die politische Wahl zum Bundestag würde uns 3 Milliarden kosten. Aber die Demokratie würde es uns wert sein sollen. Denn jetzt gehen diejenigen stets zur Wahl, die um ihre Bedeutung wissen. Und denen es nicht gleichgültig ist, ihre Vorherrschaft zu verlieren. Die 20%-Klientelpartei der wohlhabenden Bildungsbürger tun das also auch nicht nur aus Idealismus. Aber wer stellt sich schon die Frage, ob es die Demokratie wert ist, das Geld auszugeben? Und so bleibt es bei der Demokratur einer Minderheit. Ich vermute mal, dass deren Anhänger auch nicht alle wissen, wie der Mechanismus funktioniert. Denen ist natürlich das Hemd enger als der Rock. Und der Erfolg bestätigt ihre Überzeugung, die eigentlich keine mehr ist, denn längst sind die Unterschiede der großen Parteien kaum erkennbar. Die einen sind christlich, die anderen sozial demokratisch. Beides trifft nicht mehr zu. Und wer bewegt denn schon freiwillig seinen Hintern für abstrakte Ziele? Die da oben wissen nicht richtig, mit wem sie es zu tun haben. Oder es ist ihnen gerade recht, dass es so abläuft. Tolle Zeiten!

berndg42; 24. September 2017

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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