Was mir zu denken gibt


Vorherrschaft
Bei Anne Will wurde bekannt, dass nach einer Umfrage 20% der Bevölkerung mit der Politik der Kanzlerin ohne Abstriche einverstanden sind. Das muss auch so sein, denn es sind ja diese 20% der Wahlberechtigten, die ihr ihre Stimme geben. Und das beweist fast auf mathematische Art die These , dass diese Minderheit unser Leben bestimmt. Im demokratischen System zeigt sich hier die Vorherrschaft einer Minderheit. Sie richtet die Politik so aus, dass sie vor allem ihnen zugute kommt. Dieser Egoismus wird nicht kritisiert.

Und warum wird diese These nicht in den öffentlichen Diskurs eingebracht? Verhindert vielleicht diese Macht einer starken gesellschaftlichen Gruppe die Diskussion in den Medien?

Einkommen
Viele Menschen können es nicht ertragen, wenn ein Hartz4er sich von seinem Almosen eine Kiste Bier kauft. Sie gönnen ihm nicht die soziale Unterstützung. Aber sie tolerieren freimütig das Einkommen eines Mangers in der Industrie, das ihm in zweistelliger Millionenhöhe im Jahr ausgezahlt wird. Obwohl sie es eigentlich alle wissen, dass dieses Geld nicht durch Leistung verdient wird. Wie groß müsste denn im Vergleich zu Normalverdienern diese Leistung sein, damit die Entlohnung gerecht ist?

Nach meiner Meinung wäre sie mit menschlicher Anstrengung niemals zu erreichen. Dennoch ist eine Kritik in der Gesellschaft nicht wahrnehmbar. Das Volk nimmt Ungerechtigkeiten genauso gerne hin wie es sich anscheinend immer noch nach einem König sehnt. Denn anders kann ich mir die Auflagen der bunten Blätter für naive Leser nicht erklären.

Aber mir wird das Abstimmverhalten bei politischen Wahlen immer suspekter. War da nicht mal die Idee von der „flüssigen Demokratie“?

Bedingungsloses Grundeinkommen
Tja, die Finanzierung wäre möglich. Die Realisierung scheitert an den egoistischen Kräften in der Politik. Es gibt leider zu viele Menschen, die den anderen nichts gönnen, wenn die nicht arbeiten. Diese Unreife unserer Spezies lässt eine gute Idee für den sozialen Zusammenhalt als utopisch verblassen.

Meine Priorität
Ist die Vermittlung von Wissen in den Schulen in dem Themenbereich MINT. Hier hat die Union nur leere Versprechen getrommelt. Tatsächlich ist denen jegliche Finanzierung zuwider, denn diese eigentlich minoritäre Gruppe der Gesellschaft hat alle finanziellen Möglichkeiten, an den Unzulänglichkeiten des vernachlässigten Bildungssystems vorbei ihre Nachkommen in den sicheren Hafen der akademischen Bildung zu bringen. Was soll denn eine Unterschicht mit Bildung?

Die Arroganz versteckt sich hinter Scheinaktivitäten. Und die Benachteiligten durchschauen dieses Manöver nicht. Dumm bleibt dumm. So soll es auch nach der Vorstellung einer dominanten Gruppe der Gesellschaft bleiben, damit der Anspruch für einen gehobenen Lebensstil für die „Auserwählten“ nicht infrage gestellt wird.

berndg42; 28. August 2017

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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