sehe dich am horizont


ich bin nicht ehrlich
du weißt das
doch ich verschweige es
auch nicht

und wenn du es weißt
dann schweige ich
denke ohne dich
ohne deine nähe

und wenn du es
nicht sagst
dann werde ich weiter
schweigen

und du nimmst meine
täuschung
nicht ernst
du hast andere sorgen

ich aber bin ratlos
weil ich dich
nicht erreichen kann

und so leben wir
unter einem zelt
unter einem himmel
der uns auch
nichts bedeutet

es ist schwer zu ertragen
dich am horizont
zu sehen
ohne deine worte
bin ich einsam

und du suchst auch nicht
das band der sehnsucht
so sind wir unter vielen
die sich verlieren und
doch so wach den tag prüfen
damit ihnen nichts
verloren geht

wer hilft dem anderen
wenn doch alle die türen verschließen
und wenn doch alle welt nicht anderes zu tun hat
als auf sich selbst zu sehen ?

niemals schwäche zugeben wollen
selten einander umarmen
manchmal den gruß erwidern
kaum den blick suchen

wer ist denn noch so
frei sich zu offenbaren?
natürlich niemand in dieser zeit
der kalten herzen
und nicht vor einem himmel
der sich nicht öffnet

also bleibt die hoffnung
auf die nachfolgenden
die wir zu lieben glauben
die wir in einer neuen welt
sehen möchten
die wir behüten und
um die wir uns sorgen

wir kennen den rand
der erfüllten existenz
nicht das zentrum
und wir werden auch nicht mehr
in den kreis eintreten
dazu sind wir zu fern
von allen und von allem

stiller abschied
wäre unser wunsch
unsere erfüllung ist die leere
die wir hinterlassen
ob es einen gott gibt
ob wir ihm unsere herzen öffnen werden?
wir wissen es nicht und schließen
schweigend die augen

berndg42; im August 2017

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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