nur nackt sind wir nicht einsam


die weißen tauben
gurren im silberwald
sie versprechen
uns gleichberechtigung und
liebe
sie hoffen auf unsere herzen
die ehrlichkeit
und die aufrichtigkeit im handeln

ich glaube sie sind naiv
denn wenn ich allein die konsumwerbung
als frust des alltags ertrage
dann kann ich nur die gegenwelt
erkennen
die aus lügen und
verachtung
aus verfälschung
der natürlichen
bedürfnisse trachtet
nicht nach liebe zum nächsten
und dem schutz vor betrug

ich meine
dass wir alle gefordert sind
uns zu offenbaren
in unserer schwäche
die gemeinsamkeit
die menschliche nähe zu suchen
die freude am teilen zu empfinden
das glück des daseins
vor dem himmel zu preisen

wo sind die wesen
diejenigen des gleichklangs
die dem sinn des lebens zugewandten
der erfüllung des versprechens
das uns der himmel bietet?

unter dem blau der erde
wächst das grün
der wiesen und wälder
fließt das wasser
von den bergen zum meer
doch ist uns inzwischen der regen
gleichgültig geworden
wir erleben nicht mehr
die nacht und den tag
als das wunder des wechsels
von licht und schatten

warum bekennen wir uns nicht
zur aufrichtigen umarmung?
warum beachten wir nicht die zeichen
die uns wecken sollten
ein leben in glück und zufriedenheit
zu finden?

mancher analphabet weiß mehr
vom sein auf erden
als alle eloquenten politiker in
der welt, die da sind
korrupt oder nicht
die uns vermeintlich führen
die uns doch oft betrügen
mit ihren scheinwahrheiten
ihren bedenken
die sie verschweigen
die wir nicht verstehen

blicken wir uns doch
über alle wasser hinweg
von unseren inseln gegenseitig
in die augen
mit der herzlickeit des verstehens
mit dem gefühl der zuversicht
und der gewissheit
nur eine zukunft zu haben

dass wir uns nur dann schützen können
vor dem letzten krieg und der geschwächten natur
wenn wir zusammenhalten
wenn wir als schwarm der zufriedenen
alles teilen
die erde, die sonne und das licht
das wort und das versprechen
die wahrheit zu lieben

berndg42; 25. Juni 2017

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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