mein früher herbst


stiller gesang mischt sich
mit dem atem des abends
im tiefen seufzen ohne schmerz
durch freude getragen
im inneren

ganz leise weint ein herz
in trauer um das licht
nach der geburt
die wärme der
mütterlichen liebe
spürt es nimmer mehr,
den roten schein am morgen
das helle weiß
des tages

das überstrahlende
verdeckt die
stimmen der lebendigkeit
das in der hitze
formenlose
offenbaren vielstimmige rufer
die man nicht versteht
die mich bedrängen
nicht ängstigen
nicht bewegen
doch immer noch
mich begleiten

mit der fülle der gedanken
die scheinbar drängend
mich treiben
um die zeit einzuholen
die zeit der besinnung
die ich verloren hatte
die ich nun suche
bis dass die nacht mich
umgibt

durch träume gefangen
mich knien lässt
vor meinem grab
vor meinem fluss des lebens
das mit grünen wiesen und
vertrauen mich empfing,
das durchstanden wurde
mit der kraft des mutigen
mit der zuversicht des glaubenden
des an die ewigkeit eingestimmten
geistes
der nicht aufgibt
die welt zu verstehen

nun aber zerbricht das licht
die dunkelheit gilt es
zu ertragen
mit dem schimmer
der hoffnung sich einzustimmen
in die gemeinschaft der lieben,
der verlassenen, der verstorbenen,
die mich erwarten
dort wo das universum sich schließt
die zeit stehen bleibt
und ein ende
nicht wirklich sein wird

denn immer wieder entsteht
ein göttlicher gedanke
in einer neuen welt
mit bunten bildern
mit tönen der glückseeligkeit
die sterne funkeln
diese erkenntnis
mir als trost

berndg42; 27. August 2016

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Über berndg42

Jahrgang 1942, "die Wahrheit hat keine Lobby!" Hier noch eine Selbstdarstellung: Lieber Tristan, herzlichen Dank für die Nominierung! Mit so viel Aufmerksamkeit hatte ich beim Eröffnen meines Blogs nie gerechnet. Als ehemaliger Sachbearbeiter im Staatsdienst befasste ich mich jahrelang mit Verwaltungsdeutsch, mutierte dann aber als Pensionär zum Hobbyschreiber. Alles begann mit dem Beitritt zu einem Schreibverein. Doch der Zwang zum monatlichen Abliefern von Texten war mir bald zu anstrengend, wechselte deshalb zur „Lyrikecke.de“. Da poste ich heute noch die hier gespiegelten Beiträge, doch nicht alle. Und bei WordPress hat man die Möglichkeit, auch nachträglich beliebig oft Korrekturen zu machen. Ich bin also ganz Herr meines Blogs und bestimme selbst, was ich verantworten kann. Kommentare sind mir lieb, Bewertungen von Beiträgen anderer Blogger aber fallen mir nicht leicht. Denn um gerecht zu sein, muss man sich tief einarbeiten. Und dazu fehlt mir die Zeit, weil ich noch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin. Große Freude habe ich mit Grundschülern der Jahrgansstufe vier. Sie lernen bei mir, wie Technik unseren Alltag bestimmt und welche Bedeutung das naturwissenschaftliche Wissen und seine Anwendungen für unsere Zukunft haben. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website: http:quietscheradio.de kann man sich über meine Aktivitäten informieren. Die Lehrkräfte in Grundschulen sollten mehr Anerkennung und Unterstützung durch die Gesellschaft erfahren! Die politischen Institutionen kümmern sich nicht genug um die Anforderungen unserer Zeit. Sie reagieren eher träge auf notwendige Anpassungen und konzentrieren sich vorwiegend auf die Erfüllung aktueller Wünsche der Bürger in konservativer Weise, leider ohne kreative Weitsicht in ihren Entscheidungen. G8 oder Bologna-Reformen bieten Stoff für Schlagzeilen, aber helfen nicht wirklich Schülern und Studierenden. Sie sind Themen für die spekulative Sammlung von Wählerstimmen, oft nicht mehr als Stimmungsmache. Die Wirtschaft schielt nach Nachwuchs aus dem Ausland. Manchmal frage ich mich, ob wir denn wirklich alle so blöd sind, weil wir uns solche Unfähigkeiten der Verantwortlichen gefallen lassen. Gegen den unerträglichen Egoismus, den man heute überall erkennen kann, hilft nur, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu habe ich mich im Alter entschlossen. Und es tut gut, Sinnvolles zu tun. Vielleicht finden sich ja Mitmacher. Deshalb hier mein Weckruf für mehr soziales Verhalten und freiwillige, unentgeltliche Leistungen. Herzlichen Gruß und viel Erfolg mit Deinem Blog; Bernd
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